Der Venediger
(Erwin Burgsteiner)
Die Geschichte
beginnt in der Nähe von Venedig und könnte sich im 16.
Jahrhundert so
zugetragen haben. Der oberitalienische Raum war in der Renaissance ein
wichtiges wirtschaftliches Zentrum. Von besonderer Bedeutung und für den
Reichtum der Region sorgten die hier angesiedelten Glashütten (Insel Murano) und die Kristallschleifereien von Venedig, Vicenza, Verona und Treviso. Die Glas- und
Schleifwirtschaft benötigte Rohstoffe, und die kamen aus den Alpen. Sogenannte
Venediger suchten deshalb in den Alpen nach verwendbaren Erzen, edlen Steinen
und vor allem nach schleifbaren Bergkristallen. Weil
sie fremdländisch gekleidet waren, sich seltsam verhielten und in einer anderen
Sprache redeten, erschienen sie den Einheimischen als höchst suspekt. Letztlich
rankten sich viele geheimnisvolle Geschichten um sie, und heute finden wir die
südländischen Edelsteinsucher als Venediger oder Venedigermandln in unserem
heimischen Sagenschatz wieder.
Kurzfassung des
Buches "Der Venediger":
Als kleiner Bub
wächst Luca bei seinem Onkel, dem Schuster Carlo, auf. Er genießt sämtliche
Freiheiten, kann tun und lassen, was er will, bis er dann das Schusterhandwerk
bei seinem Onkel erlernt. Eines Tages tauchen in Luca Fragen nach seinen Eltern
auf. Nach und nach erzählt ihm Carlo von seinem Vater und er erfährt, dass sein
Vater Giuseppe ein Venediger war, der im Grenzgebiet zwischen Kärnten und
Salzburg nach Bergkristallen gesucht hat.
Luca macht die
Bekanntschaft mit Simona und Francesco Mastropiero.
Beide stammen aus Venedig und es stellt sich heraus, dass Herr Mastropiero der Freund seines Vaters war und er miterleben
musste, wie dieser bei einem Bergunfall ums Leben kam. Simona und Luca
verstehen sich gut und verlieben sich. Durch die Aufarbeitung der
Familiengeschichte beginnt in Luca das Verlangen nach der Kristallsuche zu
wachsen. Obwohl ihn Simona davon abhalten will, zieht er mit Francesco nach
Norden. Sie meistern viele Schwierigkeiten, aber fündig werden sie nur in
bescheidenem Ausmaß. Nachdem Simona und Luca schon verheiratet sind, nimmt sich
Luca noch einmal Zeit für die Suche und ......
Das Buch geht auf das mittelalterliche Steinsuchen ein, das
bis heute durch die Sagengestalten der Venedigermandl dokumentiert ist. Es
schildert aber auch die Kunst des Steinsuchens in vielen Details.
Der Autor:
Erwin Burgsteiner
ist Lehrer in Bramberg und widmet sich in seiner Freizeit der Mineraliensuche
in den Hohen Tauern. Durch die Auseinandersetzung mit der Geschichte des
Mineraliensammelns stieß er auf die Venediger - die Vorfahren der heutigen
Mineraliensucher.
Weitere Bücher:
"Kristallschätze
- Mineraliensammler im Oberpinzgau",
"Pinzgau
- Tal der Kristalle und des grünen Feuers"
Das Buch ist
erhältlich bei Erwin Burgsteiner, Hadergasse 192, 5733 Bramberg;
Email: erwin.burgsteiner@sbg.at
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